Wohnungsbau-Politik: Luxemburg wird ausverkauft!


Gerade wurden die Durchschnittspreise für Immobilien in Luxemburg veröffentlicht und wieder ist für mich die staatliche Wohnungsbaupolitik ein echter Aufreger. Je nach Immobilie sind die Preise wieder zwischen fünf und neun Prozent gestiegen. Ich bin Immobilienmakler und bei mir sitzen täglich Menschen, die eine Wohnung suchen und keine finden.


Luxemburg wird ausverkauft! Eine Regierung, die immer mehr neue Unternehmen ins Land lockt, verschärft das Problem. Das ist alles andere als nachhaltig. Ein Beispiel: Google-Mitarbeiter mit einem Gehalt zwischen 4.000 bis 6.000 Euro werden in Bissen eine Wohnung suchen. Und der Goodyear-Arbeiter mit einem Einkommen zwischen 2.000 und 3.000 Euro wird keine finden, weil sie sich keine Wohnung mehr leisten können. Geschweige denn ein Haus kaufen.


Statt sozialer Wohnungsbau muss bezahlbarer Wohnungsbau her. Meine Idee: Der Staat kauft Bauland. Um einen Landverkauf zu forcieren, stellt man Verkäufer ein Jahr steuerfrei. Statt einen Mietvertrag gibt es einen Mietkaufvertrag, bei dem die Miete über fünf bis zehn Jahre als Anzahlung genutzt wird. Bei einer Wohnung von 80 Quadratmeter und 750 Euro Miete beispielsweise 60.000 Euro, bei einem Haus mit 160 Quadratmeter Wohnfläche 500.000 Euro. Der Preis wird im Vertrag bindend festgelegt und ist nur an den Index gekoppelt! Kann somit nicht mehr so drastisch steigen wie die Immobilienpreise.


Um Missbrauch zu verhindern, müssen Nutzer dieses Vertrags mindestens zehn Jahre in Luxemburg wohnen. So wird der Ausverkauf unseres Landes nachhaltig unterbrochen!

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