Schlachten - Missstände müssen endlich verschwinden



Auch wenn sich die Situation in vielen Schlachtbetrieben in den letzten Jahren verbessert hat, so ist sie bei weitem noch nicht zufriedenstellend. Immer wieder wird gegen geltendes Recht verstoßen und tierschutzrelevante Anforderungen missachtet.

Mit welchen Methoden und unter welchen Bedingungen Tiere geschlachtet werden dürfen, ist in Luxemburg und in der EU gesetzlich geregelt. Dennoch: In Schlachthöfen kommt es immer wieder zu Fehlbetäubungen. Tiere erleben den Schlachtprozess bewusst mit. Sie werden unerträglichen Schmerzen und Leiden ausgesetzt. Mangelhaft gewartete oder falsch platzierte Elektrozangen, Bolzenschussapparate oder der Zeitdruck der Mitarbeiter am Schlachtband führen dazu, dass die Betäubungseffektivität ausbleibt.

Bei der Kohlendioxidbetäubung löst bei den Tieren in der Einleitungsphase schwere Atemnot und Panik aus, bis die Betäubungswirkung letztendlich einsetzt. Bei der elektrischen Wasserbadbetäubung für Geflügel werden die Tiere kopfüber mit ihren Füßen in Haltebügel gehängt. Es kommt häufig vor, dass die Tiere vor der Betäubung schmerzhafte Stromschläge erhalten oder unvollständig oder gar nicht in das Wasserbad eintauchen. Sie erleben somit die Schlachtung bewusst mit.

Bei der Schlachtung von Milchkühen sind nach Schätzungen zehn Prozent der Tiere trächtig. Weder für den Schutz des Muttertieres noch für den Fötus wird gesorgt. Daher kann meine Forderung nur lauten: Durch strenge Vorschriften müssen die Rahmenbedingungen für eine möglichst schonende Schlachtung der Tiere gegeben sein. Die Einhaltung der Bestimmungen muss sichergestellt werden. Das Personal muss regelmäßig geschult werden. Auf jedes einzelne Tier muss entsprechend seines individuellen Zustandes Rücksicht genommen werden. Außerdem müssen verbesserte und schonendere Verfahren entwickelt werden, mit denen die Tiere rasch, sicher und schmerzfrei betäubt werden können.

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