Lëtzebuergesch – nicht abschaffen, sondern fördern!


Gerade wenn ich mit älteren Menschen rede, werde ich sehr oft auf die Probleme mit unserer Landessprache angesprochen. Es kann und darf in unserem Land nicht sein, dass gerade ältere Menschen inzwischen Angst haben, ihre Nationalsprache zu sprechen. Sich schämen, wenn sie Lëtzebuergesch reden. Nur weil im Einzelhandel als Hauptsprache mittlerweile Französisch gefordert wird. Und auch in den Krankenhäusern oder Arztpraxen wird oft nur noch Französisch gesprochen – und hier geht es mehr als nur um ein Croissant.


Ich bin stolz, dass wir Luxemburger in unserem Land direkt drei Sprachen beherrschen. Und es hat nichts mit Fremdenfeindlichkeit zu tun, wenn man in Luxemburg als Nationalsprache Lëtzebuergesch redet. Lëtzebuergesch ist ein Stück der Luxemburger Identität! „Mir wëlle bleiwe wat mir sinn“, heißt es doch so schön.


Ich jedenfalls wehre mich gegen den Ausverkauf des Luxemburgischen. Unsere Sprache muss man fördern, nicht abschaffen! Insbesondere in den Krankenhäusern müssen Ärzte wenigstens die Basis beherrschen oder Pflegepersonal dabei haben, das übersetzen kann. Und auch im Einzelhandel sollte mindestens ein Basisverständnis von Luxemburgisch vorhanden sein.

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