Kostenloser öffentlicher Transport: Ein Schritt zu weniger Verkehr



Wir wissen es alle: Luxemburg leidet unter täglichen Staus! Ein Problem, das sich in Zukunft noch verschärfen wird, weil die Zahl der Pendler, die morgens nach Luxemburg kommen und abends wieder nach Hause fahren, stetig zunimmt. Hier gilt es sofort gegenzusteuern.


Neben den Park-and-Ride-Parkplätzen, die ich an dieser Stelle in einer früheren Polit-Kolumne bereits einmal gefordert habe, ist ein weiterer Schritt dem täglichen Verkehrs-Wahnsinn entgegenzusteuern, der kostenlose öffentliche Transport. Beispiele gibt es genug: Hasselt in Belgien, Tübingen in Deutschland oder Aubagne in Frankreich.


In Luxemburg läuft es anders. In den letzten Jahren hat sich der Preis für die Tickets im öffentlichen Transport mehr wie verdoppelt. Gleichzeitig wurden immer mehr neue Ticket-Formen eingeführt. Das hält viele Menschen von der Nutzung ab.


Kostenfreier Nahverkehr ermöglicht eine fahrscheinlose und generell kostenlose Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Realisierbar ist dies, da Ticketerlöse nur einen Teil der tatsächlichen Kosten widerspiegeln. Die entstehende Finanzierungslücke kann über das allgemeine Steuer- und Abgabenaufkommen finanziert werden, da sowieso schon 95 Prozent der Kosten über Steuern finanziert werden.


Ein kostenloser öffentlicher Personentransport stellt für viele Luxemburger und Grenzgänger einen Anreiz dar, ihren Wagen stehen zu lassen und somit zur Entlastung unserer Straßen beizutragen.

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