Flug nach Luxemburg durch Tierschützer aufgehalten

Weil Daniel Frères so stur ist, ist der kleine Hund gerettet





Da versteht er keinen Spaß! Wenn Daniel Frères einem Tier helfen will, dann zieht er das durch. Zur Not zwingt er einen kompletten Flieger, am Boden zu bleiben. Erst recht, wenn es sich bei dem Tier um den süßen Flinn handelt. Am Ende konnte dessen Blick nicht einmal ein Lufthansa-Pilot widerstehen.

Frères war extra nach Mallorca geflogen! „Da hat der arme Mischlingshund schon zwei Jahre lang in einem Tierheim gelebt“, sagt der Tierschützer: „Zwei Jahre in Palma – das ist für die Tiere kaum zu ertragen.“


Deshalb ist er auf die Balearen-Insel geflogen. Sein Ziel war gut an der oliven Jacke im amerikanischen Militärstil zu erkennen. Da ging es ums Anpacken – nicht um den „Ballermann“.

Denn Frères ist der Mann hinter „Give us a voice“ (GUAV) – mittlerweile die bekannteste Tierschutzorganisation in Luxemburg.

Donnerstag war es so weit – samt Flinn wollte Frères zurückfliegen. Ein Hund, der viel erlebt hat! Zusammen mit seinem Bruder war der sieben Jahre alte Hund ins Tierheim gekommen. Das Herrchen war gestorben. Sein Bruder hat direkt eine neue Familie gefunden. Flinn nicht, niemand wollte den armen Hund…



Dann kam der Luxemburger. „Für ihn muss ein neues Zuhause zu finden sein“, sagt er: „Er verträgt sich super-gut mit Menschen und anderen Tieren. Und sein Blick ist gigantisch…“  

„Als ich einsteigen wollte, habe ich bemerkt, dass der Hund nicht dabei war“, sagt er. Und das war der Moment, in dem er durchgegriffen hat.

„Das Bord-Personal wollte, dass ich einsteige, damit wir endlich fliegen können“, erinnert sich der Remicher Gemeinderat und Piraten-Politiker, „aber ich habe gesagt, dass ich ohne Flinn nicht fliege. Das geht nicht. Man kann nicht einen Hund raus holen, der zwei Jahre lang im Tierheim war, und ihn dann allein auf dem Flughafen zurücklassen.“ Doch der Lufthansa-Pilot wollte starten. Und die Verspätung hat sich langsam abgezeichnet!

ABER FRÈRES IST STANDHAFT GEBLIEBEN.

Bis Flinn mitkommt, bleibt der Flieger am Boden. Das war seine Lösung. „Oder ich bleibe mit dem Tier hier!“

Irgendwann wollte der Pilot wissen, was vor sich geht. Er ist selbst zu dem „Pirat“ gegangen, hat sich alles in Ruhe angehört. Dann war klar: „Bringt den Hund in den Frachtraum! Aber zackig!“ Für den Lufthansa-Mann war klar: „Dieses Tier hat lange genug gelitten, jetzt fliegt es mit!“

Flinn kam über Frankfurt ins Großherzogtum. Es geht ihm prächtig.

Noch besser würde es der spanischen Fellnase gehen, wenn er schon eine neue Familie hätte. Wer Interesse hat, erreicht Daniel Frères unter der Mobilnummer 621 140 001.




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