EU braucht völlig neue Agrarpolitik



Die gemeinsame Agrarpolitik der EU ist der zweitgrößte Förderbereich in Europa, in den EU-Gelder fließen. Auch Luxemburg ist Nutznießer dieser Agrarförderpolitik. Sie hat die Aufgabe, die Lebensmittelsicherheit, den Tierschutz und den Umweltschutz in der Union zu stärken und die ländliche Entwicklung zu fördern. 30 Prozent der Gelder werden direkt an Landwirte ausgezahlt.

Doch leider bleibt der aktive Tierschutz nur Theorie. In der Praxis fehlen nämlich immer noch ausreichende Maßnahmen für den Tierschutz in der gemeinsamen Agrarpolitik der EU.

Der aktuelle Fokus liegt nämlich auf die Erzeugung möglichst preiswerter tierischer Produkte und förderte eine intensive Landwirtschaft, die immense negative Auswirkungen auf das Tierwohl hat. Dazu gehören beispielsweise Massentierhaltung, Tiertransporte quer durch Europa und Tierquälerei in Schlachthöfen – um nur drei Probleme zu nennen. Abhilfe kann deshalb nur eine konsequente Abkehr von der bisherigen Politik hin zu einer tierfreundlichen Landwirtschaft sein.

Deshalb fordere ich öffentliche Gelder nur noch für Landwirte freizugeben, die nachweislich und überprüfbar eine tierfreundliche Landwirtschaft betreiben sowie klare und spürbare Sanktionen gegen Agrarbetriebe bei Nicht-Einhalten von Tierschutzstandards.

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