Die Verordnung cannabishaltiger Medikamente gehört endlich in die Hände der Ärzte


Es ist bedauerlich, dass die Gesundheitskommission der Abgeordnetenkammer sich gegen eine echte Freigabe von cannabishaltigen Arzneimitteln entschieden hat. Schon jahrelang kämpft die Piratenpartei für die Legalisierung von cannabishaltigen Medikamenten. Wer sich auch nur ein wenig mit Schmerzpatienten unterhält, wird sehr schnell erfahren, das Arzneimittel auf Cannabis-Basis als gewünschte Alternative zu den herkömmlichen Schmerzmitteln betrachtet werden. Zumal oft unerwünschte Nebenwirkungen nicht mehr auftreten, weil Cannabis ein rein pflanzliches Produkt ist.


Für mich müssen cannabishaltige Medikamente sofort mit all den anderen verkehrsfähigen Medikamenten gleichgestellt werden. Unsere Nachbarländer haben ja schon bewiesen, wie der verantwortungsvolle Umgang mit solchen Arzneimitteln funktionieren kann. Deshalb muss es allein im Ermessensspielraum des behandelnden Arztes liegen, ob er ein cannabishaltiges Medikament verschreibt. Und dann ist es selbstverständlich, dass die Kosten einer solchen medizinischen Behandlung in vollem Umfang von den Krankenkassen übernommen werden.


Mit einer richtigen und ehrlichen Legalisierung von Cannabis-Arzneimittel holt man Ärzte und Patienten endlich aus der Grauzone. Es ist traurig, das beispielsweise Krebspatienten aufgrund der Unwissenheit unserer Politiker weiterhin leiden müssen.

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